Gurnigel und Wallis

Das Wetter für Dienstag und Mittwoch war bestens in der Vorhersage, also habe ich mein Übernachtungsgepäck gesattelt und bin Richtung Bern losgefahren. Die Anfahrt zum Gurnigel ist von Zürich her im ersten Teil mal eher langweilig und mit Staus übersät, dafür wird man dann aber ab Bern Belp mit schönen Überlandstrassen entschädigt. Der Gurnigel weckt bei mir immer Erinnerungen an meine RS in Thun, wu wir unsere erste grosse Ausfahrt mit den Panzern auf den Gurnigel machten. Die Spuren von den Gummi-Pads der Panzerraupen zeugen davon, dass dies auch heute noch gemacht wird. Allerdings war die Strecke abgesehen von einigen kleineren Militärlastern frei von “Grünen – Männchen” 😉

Die Strecke im unteren Teil dient auch alljährlich für Gurnigel Bergrennen, welches von Rüti nach Gurnigelbad hinauf führt. Oben am Gipfel bietet der Gurnigel ein wunderbares Panorama auf die Berge, welches man von der Terrasse des Restaurants Gurnigel Berg geniessen kann.

Weiter ging es ins Frybourgerland, auch auf dieser Seite sind die Strassen schön, wenn auch aktuell mit Baustellen übersät.

Als nächster Pass stand der Abländschen auf der Liste, wieder mal ein Pass mit einem kleinen, aber befahrbarem Weg mit gar nix oben am Pass, also auch kein Briefkasten um meine Bierdeckel einzuwerfen 😉

Ins Wallis kam dann noch ein Stück Jaunpass und der Col du Pillon mit Glacier 3000 an die Reihe. Unten in Aigle nahm ich dann den Weg zum Pas de Morgins, dem Heimatort von Didier Défago, dem Skifahrer. Der Pas de Morgins nahm ich gar nicht so als Pass wahr, da die Strasse durch diverse Ortschaften hinauf stetig ansteigt und dann fast im Dorf Morgins die Zollstation kommt. Die eigentliche Passhöhe ist dann 200m nach der Zollstation. Auf der Frankreichseite hinunter ist es dann schon ein echter Pass 😉

Weiter unten habe ich den Wegweises Verbier gesehen, also nix wie rauf um mal diesen Ort anzuschauen. Verbier liegt weit oben am Berg und ist ein echt mondäner Ort, sehr viele teure Boutiquen und Shops mit Luxusmarken säumen die Dorfstrasse. Die Chalets sind weit herum an den steilen Berg gebaut.

Nun die Frage: Weiter an den Grossen St. Berhard, oder Roger anrufen, ob er in Bürchen noch ein Bett frei hat 😉

Ich habe mich für Bürchen entschieden, ein Bett ist frei und Marion ist bereits am kochen, wenn ich also Glück habe, reicht es perfekt auf den Znacht 😉

Ich hatte Glück! Marion und Roger: Vielen Dank für eure Gastfreundschaft!

Am nächsten Tag zeigte mir Roger einige schöne Walliser Seitentäler.

Über die alte Simplon-Passstrasse fuhren wir nach Gondo um da  nach Zwischbergen an Ende der Welt äh nein, ans Ende des Tals zu fahren.

Zurück über den Simplon nach Brig und hinauf nach Lax um da ins Binntal abzubiegen.

Das Binntal ist absolut malerisch und hat eine schöne, aber enge Strasse bis ganz nach hinten zum Restaurant Immfeld. Das Binntal läd vor allem Wanderer und Mineralien-Sucher (Strahler) ein. Das Binntal ist eine der Mineralienreichsten Gegenden der Schweiz.

Der Hunger ruft, aber nicht hier, sondern in einem anderen schönen Seitental des Wallis haben wir mit Marion zum Essen abgemacht, im Turtmann Tal, ganz hinten mit Blick auf den Turtmann Gletscher. Das Bächlein führt glasklares Wasser, welches aber eiskalt ist, Gletscherwasser eben. Nach dem Essen im Restaurant Trächu verabschiede ich mich von Marion, Alexander und Roger und fahre Richtung Grimselpass. Leider liegt das Oberwallis mit Visp und der Kantonsstrasse noch zwischen mir und dem Grimsel. Die Hitze brennt im Stau von Visp brutal auf mich nieder, ich freue mich auf die kühle am Pass. Der Grimselpass entschädigt wirklich für die Qualen im Tal 😉

Unten in Innertkirchen nehme ich nicht den kurzen Weg über den Brünig, sondern nehme den Susten, für mich immer noch einer der schönsten Pässe im Alpengebiet! Nun hat es auch viele Feierabend Töfffahrer unterwegs, war ich doch sonst fast alleine, sind nun rudelweise Bicker auf der Gasse, was aber nicht wirklich stört. Die die das Glück haben hier in der Nähe zu Wohnen, können eine Susten – Grimsel- Furka Runde locker als Feierabenrunde reinziehen, was mich schon etwas neidisch macht 😉

Ab Wassen geht es dann auf der autobahn Richtung Norden, nun habe ich genug, will nur noch Nachhause 😉

1100 km an 2 Tagen, zum Teil brutale Hitze, das schafft einem schon, hinterlässt aber auch viele schöne Eindrücke!

Cheers

Rene

 

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